Spektakel
am Nachthimmel: Totale Mondfinsternis
Hoffen auf wolkenlosen Himmel am Dienstagabend
Bern
(sda) Am kommenden Dienstagabend ist bei Vollmond ein astronomisches
Spektakel zu beobachten - allerdings nur bei wolkenlosem Nachthimmel.
Weil Sonne, Erde und Mond auf einer Linie stehen, kommt es zu einer
totalen Mondfinsternis.
Das
rund fünf Stunden dauernde Ereignis lässt sich von ganz Europa,
Afrika und grossen Teilen Asiens aus betrachten, wie die Urania
Sternwarte Zürich schreibt. Die Finsternis beginnt um 18.44 Uhr mit
dem Eintauchen des Mondes in den Halbschatten der Erde, was von Auge
noch nicht zu sehen ist.
Sichtbar wird der Vorgang nach einer halben Stunde mit einer rauchigen
Verfärbung der unteren Mondhälfte. Ab 19.42 Uhr breitet sich der
Kernschatten der Erde vom unteren Rand über die ganze Mondscheibe
aus. Um 20.50 Uhr beginnt die totale Verfinsterung.
Die Mitte der Finsternis ist um 21.21 Uhr erreicht. Der Mond dürfte
trotzdem noch sichtbar sein: die untere Mondhälfte ist vermutlich
kupferrot gefärbt. Verfärbung und Helligkeit hangen aber laut Urania
vom Zustand der Erdatmosphäre ab. Um 21.24 Uhr herrscht Vollmond.
Die totale Verfinsterung dauert bis 21.52 Uhr, bevor der Mond um 22.59
Uhr aus dem Kernschatten der Erde tritt. Sie endet mit dem Austritt
aus dem Halbschatten um 23.38 Uhr.
Erdschatten rast mit 3000 km/h
Laut
Jean-Michel Hirschi, dem Präsidenten der Astronomischen Gesellschaft
"Die Plejaden" in Saint-Imier BE, rast der Erdschatten mit
einer Geschwindigkeit von 3000 Stundenkilometern über die Mondfläche.
Die Beobachtung sei von blossem Auge oder mit dem Feldstecher
gefahrlos möglich.
Die letzte totale Mondfinsternis fand am 21. Januar 2000 statt, damals
aber in den frühen Morgenstunden. Eine zeitlich ebenso günstig
gelegene Finsternis wie am kommenden Dienstagabend ist zum nächsten
Mal erst am 4. Mai 2004 zu sehen.
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