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Volumen der Luftfracht nimmt ständig zu Luftfracht hat von Ölkrise nichts zu befürchten
Hintergrund

Von Roland Keller SDA/Top News (Berne), 13 oktober 2000

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Der Markt für Luftfracht hat bisher unter der Ölkrise nicht gelitten und wird es nach Meinung von Experten auch künftig nicht tun. Das Volumen der per Flugzeug transportierten Güter nimmt in der Schweiz wie im Ausland pro Jahr um 10 bis 15 Prozent zu.

Etwa 150 Unternehmen teilen sich weltweit den Markt für den Gütertransport per Schiene, Strasse, Wasser und Luft. Obschon die Preise für Luftfracht in der Schweiz kürzlich um 25 Rp pro Kilo angehoben worden, hat dies keine negativen Auswirkungen auf das Volumen gehabt.

Dies versichert zumindest Fred Oetiker, Chef des Transport- und Logistikunternehmens Panalpina in Genf. Panalpina ist nach eigenen Angaben zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Belsped (Sitz in Moutier BE) Leader für Luftfracht auf dem Schweizer Markt.

Treibstoffpreise auf Kunden überwälzt

"Wir überwälzen die höheren Treibstoffpreise auf unsere Kunden, die sie ihrerseits auf den Grundpreis ihrer Produkte schlagen", erklärte Belsped-Chef Rémy Saner gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Die Lastwagenunternehmen hätten dagegen mehr Mühe, bei ihren Kunden mit den höheren Treibstoffpreisen zu argumentieren. Offensichtlich bringe die Kundschaft bei der Luftfracht mehr Verständnis für treibstoffbedingte Preisaufschläge auf als beim Strassentransport, fügte er hinzu.


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Konkurrenten sich auch Kollegen

Wenig Sorgen machen sich die Luftfracht-Unternehmen auch um die Konkurrenz: "In unserem Metier sind wir in erster Linie Kollegen. Wir nutzen Transportkapazitäten eines Konkurrenten und stellen diesem im Bedarfsfall und nach Möglichkeit von uns nicht genutzte Kapazitäten zur Verfügung", versichert Saner.

Die Konkurrenz sei zwar allgegegenwärtig, doch fördere sie in erster Linie die Qualität der Dienstleistungen. Der gesamte Transport- und Logistiksektor profitiere ferner von einer neuen "Produktionsmentalität" der Industriebetriebe.

Neuer Trend

Diese neue Mentalität lasse sich in den Stichworten Minimal-Lagerbestände, kurze Fristen, Produktion auf Bestellung usw. zusammenfassen. Von diesem Trend profitierten insbesondere die auf Luftfracht spezialisierten Transport- und Logistikunternehmen, sagte Saner weiter.

"Es kommt nicht selten vor, dass auch sehr grossvolumige Industriegüter per Flugzeug geliefert werden, was die Miete von Riesenflugzeuge etwa des Typs Antonow notwendig macht. Dies geht auf Kosten der klassischen Schifffahrt. Der Hauptgrund dafür ist in der äusserst kurzen Transportzeit zu suchen", so Saner.

Diese neuen Gewohnheiten hätten auch die sogenannten "Integral-Transporteure" wie DHL, UPS oder FEDEX in den Vordergrund gerückt. Diese Gesellschaften stellen Dienstleistungen sicher, die vom Abholen der Ware beim Produzenten bis zur Hauslieferung beim Adressaten reichen.

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